Volle Windel

Das Wetter ist ja zum Glück etwas angenehmer geworden. Zwar herrscht immernoch eine recht hohe Temperatur von 28,8°C in dem Becken, dafür ist die Luftfeuchtigkeit auf 52% gesunken.

Bei der heutigen Volkszählung hab ich genau 20 Puppen, leider nur 3 Larven und ungefähr 30 Eier gezählt. Bei der enormen Anzahl der Eier kann ich also davon ausgehen, dass sich die Lage innerhalb des Reagenzglases sich wieder entspannt hat. Ob sie nochmal einen Fressanfall bekommen wird, ist ja bei schwangeren Frauen ja öfters der Fall, weiss ich nicht. Die ersten Ameisen müssten ja noch in diesem Monat schlüpfen, sodass ich ihnen ihre erste Mahlzeit bald schon anbieten kann.

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Kinderstube

Was mir auch aufgefallen ist sind die braunen Flecken, die man bei den Kokons in der Mitte des Bildes sehen kann. Dabei handelt es sich um Ausscheidungen des Verdauungstraktes, die sich im Larvenstadium angesammelt haben. Erst nach der Verpuppung entwickelt sich der Körper soweit, dass eine Ausscheidung erst möglich ist.
Sprich: die Larven haben sich in die Windeln gemacht und dadrin werden sie bis zum Schlupf bleiben müssen. *würg*

Ich habe in den letzten Wochen auch mit der Ytongbefeuchtung herumgespielt um den idealen Befeuchtungsintervall herauszufinden. Ziel war es, einen trockenen und einen feuchten Teil in dem Stein bereitzustellen.

Anfangs habe ich das Wasserreservoir zwei mal am Tag voll aufgefüllt. Bereits nach zwei Tagen war das Nest komplett feucht. Bei nur einem halben Wasserreservoir konnte ich kurzfristig zwar diesen Feuchtigkeitsgradient erreichen, dieser war aber nur von kurzer Dauer, da der Stein zu schnell austrocknetet.

Ich versuche jetzt also den Intervall zwischen den Befeuchtungen stark zu verkürzen, dafür aber nur 1/4 bis 1/2 des Wasserreservoirs zu befüllen. Kritisch wird es in der Nacht, wo ich über einen längeren Zeitraum nicht auf das Nest aufpassen kann. Eine automatisierte Lösung muss her!

Ich habe mir ein wenig Gedanken gemacht, wie man kontrolliert Wasser über einen längeren Zeitraum voll automatisch abgeben kann. Dies ist ja auch wichtig, wenn man in den Urlaub fährt.
Was wäre, wenn man eine 5 L Wasserflasche mit einer Infusion, wie man es aus dem Krankenhaus kennt, kombiniert. Man müsste nur die Tropfgeschwindigkeit so einstellen, dass bei den gegebenen Lufttemperaturen ein Feuchtigkeitsgefälle im Stein entsteht. Wenn es sehr heiss ist, muss man schneller tropfen, da das Wasser schneller verdunstet. An kühleren Tagen muss der Tropfhahn ein wenig enger gedreht werden.

Die benötigten Materialien bekommt man recht günstig bei Ebay. Man muss nur ein wenig handwerklich geschickt sein. :D

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